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Der Tag, An Dem Ich Zweimal Fast Trocken Geblieben Wäre

Der Tag, an dem ich zweimal fast trocken geblieben wäre

So viele Klamotten hat man ja nun auch nicht mit, dass man ständig trockene Sachen anziehen kann. Doch das interessierte unsere Luna so überhaupt nicht. Wie sich herausstellen sollte, war es der Tag, an dem ich zweimal fast trocken geblieben wäre.

Doch fangen wir am Anfang an. Heute morgen – wir stehen übrigens immer noch an „unserem“ Stausee und das Wetter ist immer noch ziemlich…. na ja, es ist halt Wetter, heute morgen also  ging ich mit Luna ein paar Meter, damit sie ihre morgendlichen Geschäfte erledigen kann. Gerade und wie sollte es anders sein, als ich am entferntesten Punkt unseres kurzen Spazierganges angekommen war, fing es an, extrem stürmisch zu werden. Zum Sturm gesellte sich anfangs noch Nieselregen, der sich dann allerdings in feine Nadelspitzen verwandelte, die ins Gesicht piekten. Also machten wir uns schnellen Schrittes auf den Rückweg zum Fienchen.

Und als wir so etwa 100m entfernt waren – mittlerweile waren es Pladderregenspitzen geworden – rannte Luna einfach davon und setzte sich unter das Fienchen, vermutlich da es dort wesentlich trockener und weniger windig war, als auf unserem Weg.

Als ich dann auch irgendwann am Fienchen angekommen war, war ich heute das erste Mal durchnässt. Nein, nicht nur so ein bischen nass, sondern klitschenass.

Ich dachte schon, dass das das einzige Unbill des Tages gewesen sei, doch weit gefehlt.

Heute nachmittag nun, wir kamen gerade vom Kaffeekränzchen beim Philipp nach Hause, näherte sich vom gegenüberliegenden Stauseeufer eine Regenwand, die sehr sehr schnell auf uns zukam.

30 Sekunden, 300m Entfernung zur Regenwand: Die Regenwand kam bedenklich näher

25 Sekunden, 250m; Ich hatte die Fienchentür aufgeschlossen und aufgemacht

20 Sekunden, 200m: Lyggie stieg die Treppe hoch und drückte mir die Zügel Leine für Luna in die Hand

15 Sekunden, 150m: Ich stieg die Treppe hinauf, zumindest versuchte ich das, Luna war vor mir

12 Sekunden, 125m: Luna, halb auf der Treppe stehend sah, dass nebenan gerade ihre geliebte Emmi ins Blickfeld kam (die es, soweit sei verraten, noch rechtzeitig schaffte, in IHR Daheim einzusteigen)

10 Sekunden, 100m: Luna sprang seitlich von der Treppe herunter und auf Emmi zu, um ihr wieder mal ein Ohr abzukauen, oder zumindest, um sie zu begrüßen.

7 Sekunden, 75m: Ich, ebenfalls halb auf der Treppe stehend, sperrte die Roll-Leine, woraufhin mich Luna von der Treppe herunterzog

2 Sekunden, 25m: Vor lauter Schreck öffente ich den Verschluss der Roll-Leine, was Luna gnadenlos ausnutzte

Die Regenwand erreichte uns: Ich versuchte krampfhaft, die Roll-leine schimpfend wieder einzuziehen

+ 5 Sekunden: Ich hatte die Leine eingezogen

+ 10 Sekunden: Ich hatte Luna die Treppe ins Fienchen hochgetrieben und es geschafft selbst auch einzusteigen

Soweit der zeitliche Ablauf. Ich war dermaßen klitschenass, als wäre ich gerade aus der Dusche gestiegen.

Also war wieder einmal Kleidungswechsel angesagt. Natürlich war es jetzt total feucht im Fienchen und die Sachen müssen erst mal trocknen.

Irgendwas ist halt immer.

stay tuned, es bleibt nass spannend

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