skip to Main Content
Eine Aus Guten Gründen Geknickte Hundeschule, Das Widahi-Fieber Und Eine Begegnung Der Dritten Art…

Eine aus guten Gründen geknickte Hundeschule, das Widahi-Fieber und eine Begegnung der dritten Art…


Was zum Geier ist ein Widahi-Fieber???


Luna legt in den ersten Wochen eine Weile ein wirklich nicht sehr angenehmes Gebaren an den Tag, mit dem sie ihre Begeisterung für die Begegnung mit anderen Hunden und Menschen zum Ausdruck bringt. Aufgeregtes Gehopse, begleitet von Gebell wenn sie Mensch und/oder  Hund erblickt, aber nicht sogleich begrüßen kann, weil sie an einer blöden Leine hängt.

Am Anfang macht sie das bei jedem, der ihr begegnet, doch mittlerweile beschränkt es sich bei Menschen auf diejenigen, die sie anschauen und somit Kontakt zu ihr aufnehmen („oooch, ist die sühüüüß“). Und immer bei Hunden jeglicher Art!

Meli nennt es ganz kurz und prägnant: Das Wi(ll)dahi(n)-Fieber. Gute Absicht Lunaseits, aber definitiv kein angenehmes Verhalten, wenn man dann  demnächst ca. 35 Kg Fellnasen-Lebendgewicht online hat.  Wie kommt es nun dazu, und was kann man dagegen tun?


Die Hundeschule in Springe – ein abschreckendes Beispiel


Wir begeben uns in Lunchens Anfangsphase doch tatsächlich zur Welpenstunde in die Hundeschule in Springe, weil wir, wie so viele andere, denken, wir tun damit unserem Welpchen etwas Gutes. Im Nachhinein denken wir jetzt, dass wir damit dieses Verhalten leider begünstigt haben. Denn dort heißt es zu Beginn jeder Welpenstunde: Wenn alle da sind: Leinen los. Bis dahin hat Luna natürlich schon minutenlang Theater gemacht, weil sie zu den anderen Hunden und Menschen will. Die Belohnung für dieses Verhalten ist also die Begegnung mit anderen Hunden. Ein wirklich guter Hundetrainer hätte das erkannt und uns als Anfänger darauf aufmerksam gemacht. Nicht jedoch hier.

Die Hunde der beiden dazugehörigen Menschen, toben während jeder der wöchentlichen Übungsstunden sehr laut und aggressiv im Kofferraum des nebenan abgestellten Kombis herum, weil sie all die fremden anderen Hunde sehen. Und wenn man eben diesen Menschen mit ihren Hunden zufällig auf einem Spaziergang in der Feldmark begegnet, wird einem Angst und Bange, denn sie können ihren aggressiven Hund kaum halten, und man wird sehr bösartig beschimpft, weil man ihnen nicht großräumig aus dem Weg geht. Aber man weiss ja von Weitem nie wer da auf einen zukommt und solche Menschen können sich wohl kaum vorstellen, dass man seinem eigenen friedlichen Hund vielleicht gern Hundebegegnungen ermöglichen möchte (natürlich immer erst nach Rückfrage).

Über so viel Kompetenz in Bezug auf den Umgang mit Hunden kann man wirklich nur noch ungläubig den Kopf schütteln. Nun ja…

Also knicken wir die Hundeschule kurzerhand und machen mithilfe unserer lieben Nachbarin weiter, die uns mit unendlicher Geduld hilft, dieses Problemchen wieder in den Griff zu bekommen. Danke!


Merkwürdige Leute gibt´s hier in Holtensen…


Nun aber ein Schnitt und ein Sprung zu einer sehr skurrilen Situation, die sich wie folgt vor ein paar Tagen hier vor der Garage ereignet:

Wir sitzen nach einem arbeitsreichen Tag hinter dem Fienchen und trinken ein erstes kühlendes Getränk. Luna uns gegenüber, ist an dem Tag aus praktischen Gründen an unserer Sonnendachbefestigung angeleint. Somit hat sie den vollen Einblick in unsere kleine Straße, an der in der Regel ungefähr so viel Fußgängerverkehr herrscht, wie am Rande eines Mondkraters.

Seit kurzem allerdings geht bei uns mehrfach täglich eine uns unbekannte, finster dreinschauende und stets niemanden grüßende Frau vorbei, deren angeleinter Beagle auf Lunis Gehabe an der Leine so gar nicht reagiert, und einfach weitermarschiert, als wäre Luna gar nicht da. Beneidenswert.

Nun also zurück zu jenem Abend. Wir sitzen kaputt und entspannt hinter unserem Fienchen, als Luna plötzlich die Ohren spitzt und unsere kleine Straße hinabschaut und auch anfängt, irgendjemanden oder -etwas anzuwuffen.  Ich schaue also neugierig um die Hecke und sehe die oben benannte Frau mit ihrem üblich ruhigen Beagle zwei Grundstücke weiter stehend (und die sind nun nicht wirklich schmal) und in unsere Richtung schauend.

Auch höre ich sie „AUS! AUS!““ schreien und denke mir noch, warum man um alles in der Welt einen so wunderbar ruhigen Hund derart anschreien muss …aber na ja, vielleicht hört er ja nicht mehr so gut. Geht mich ja auch nichts an….

Sie kommen nun etwas näher und Luna wufft lauter. Und die Frau schreit auch lauter: „AUS! AUS! AUS!“ Und wir stellen verdutzt fest: Die schreit nicht ihren, sondern unseren Hund an.

Ich schaue Meli an und Meli schaut mich an. Wir kratzen uns sprichwörtlich im Geiste am Kopf und versuchen die Situation in irgendeiner Schublade sinnvoll einzuordnen. Dieses gelingt uns allerdings so überhaupt nicht. Als die Frau schließlich an uns vorbeigeht, (der Beagle ist immer noch tiefenentspannt, Luna nicht) schaut die Frau bitterböse drein und brüllt wieder (in Lunas Richtung) den uns nun bereits vorliegenden, nicht wirklich geistreichen Text, den ich hier nun aus Gründen für den geneigten Leser nicht noch einmal wiederholen möchte.

Auf meine Frage (immer noch verdutzt), warum diese Dame bitte die nun mittlerweile in das schönste Widahi-Fieber in Richtung unaufdringlichem Beagle verfallene Luna anschreit, bekomme ich die unfreundliche Antwort, dass „sie das ja endlich mal lernen muss“. Ohne weitere Erläuterung, was denn genau „DAS“ sein mag.

Beagle trottet meanwhile unbeeindruckt weiter seiner Wege und ich frage mich kopfschüttelnd und mehr als negativ erstaunt, warum sich diese sonderbare Frau nicht einfach an ihrem wunderbar ruhigen Hund, dem schönen Wetter oder dem blauen Himmel erfreut, statt sich so offensichtlich über Luna aufzuregen. Und ich weise sie nicht mehr ganz so freundlich darauf hin, dass Luna diese Lektion nicht lernt, wenn irgendwelche dahergelaufenen Menschen sie anschreien.

Nachdem Frau und Beagle schon längst um die nächste Ecke verschwunden sind, suchen wir immer noch nach der versteckten Kamera.Irgendwo muss sie doch sein…

Leute gibt´s….sagenhaft! 😀

Stay tuned…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top