skip to Main Content
Wasserkonzept Im Wohnmobil

Wasserkonzept im Wohnmobil

Unser Wasserkonzept im Wohnmobil

Wir möchten an dieser Stelle unser Wasserkonzept im Fienchen zumindest teilweise vorstellen. Es ist wahrscheinlich nicht perfekt, doch wir arbeiten daran und sind für Hinweise und Anregungen dankbar.

Unser Wasserkonzept besteht aus zwei Komponenten:

  1. Die eingebaute Konstruktion mit Kanistern, Filter und Pumpe
  2. Die portable Wasserfilterkiste, über die in einem anderen Post berichtet werden wird.

Die eingebaute Konstruktion mit Kanistern, Filter und Pumpe


Die Grundüberlegung war, gleich von Beginn an darauf zu achten, nur gefiltertes Wasser ins Fienchen hineinzulassen, um von Anfang an Verunreinigungen zu vermeiden.

Im Fienchen selbst haben wir uns gegen große Tanks entschieden. Wir sehen das Problem der Undichtigkeit bei den Entlüftungen, wenn man mal schrägsteht bzw. bergauf- oder herunterfährt. Darum werden wir Kanister nutzen. Wir haben zur Zeit 8 Kanister a 20 Liter und 6 Kanister a 30 Liter vorgesehen. Das sind zusammen 340 Liter. Damit sollten wir schon eine Weile hinkommen. Die 20 Liter Kanister sind zudem noch gut tragbar, so dass sie notfalls auch noch außerhalb vom Fienchen befüllt werden können.

Das Wasser kommt zunächst aus dem Wasserkanister 1 und gelangt durch den Vorfilter der Pumpe (um eventuell kleine Steinchen fernzuhalten, die die Pumpenmembran beschädigen könnten) zur Pumpe selbst, danach zu unserem Wasserfilter, wird dann im Druckminderer auf 2 bar reguliert, wonach es dann zum Boiler, zum Wasserhahn der Küche und zur Dusche geht. Das vom Boiler kommende, dann warme Wasser geht ebenfalls zum Wasserhahn und zur Dusche.

Wenn jetzt Kanister 1 leer ist, wird der Ansaugschlauch einfach in Kanister 2 usw. eingeführt und das Wasser kann wieder fließen.

Wenn alle 30-Liter-Kanister auf der linken Fahrzeugseite leer sind, können wir, so dachten wir es uns „am grünen Schreibtisch“, einfach die Inhalte der 20-Liter-Kanister auf der rechten Seite mit einer kleinen Tauchpumpe umpumpen. Hierfür müssten wir „nur“ die Lattenroste unter den Betten aufstellen. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass das aufgrund der daraufliegenden Matratzen, Kissen, und Decken gar nicht so einfach zu realisieren ist. Darum werden wir hier beim nächsten Heimataufenthalt noch einmal nachbessern müssen.

Soweit jetzt die Theorie, jetzt gings an die Praxis.

Zunächst einmal freute ich mich, dass wir schon im Vorfeld zwei komplette Maul- und Ringschlüsselsätze* gekauft hatten, denn bei den folgenden Arbeiten brauchten wir verschiedene Schlüsselgrößen (22, 25, 27, 30) und die sind ja nun nicht in jedem gekauften Werkzeugkasten (den wir zudem gar nicht besitzen) vorhanden.

Die Verschraubungen der einzelnen Elemente wurden zunächst mit Teflonband abgedichtet, auf anraten eines lieben Menschens jedoch wieder demontiert und vernünftig mit Hanf und Dichtpaste gedichtet, was den Vorteil hat, dass es auch kleine Verdrehungen, die wir beim Fahren natürlich nie ganz ausschließen können, verzeihen wird. Hier noch ein kleiner Tip. Es gibt „glattes“ Gewinde wie auf dem folgendem Bild links und „geriffeltes“ Gewinde, wie auf dem Bild rechts.

Wenn der Hanf jetzt nicht richtig am Gewinde hält und sich mitdreht, kann man hier leicht für Abhilfe sorgen, indem man die Gewindegänge, wie im folgenden kurzen Video gezeigt, mittels einer Metallsäge aufrauht.

Hier ein paar Fotos unseres Wasserfilters. Der Druckminderer ist noch verkehrt herum eingebaut gewesen, weshalb er im Versuchsaufbau nicht so druckminderte, wie er es eigentlich hätte tun sollen. Das war natürlich nur ein Test und völlig beabsichtigt, da ich mir gerne mal den Kopf zerbrechen wollte, warum alles nicht so klappte, wie es hätte sein sollen. Denn immerhin ist auf dem Druckminderer ein großer Pfeil zu sehen, war irgendwie ja auf die Flußrichtung des Wassers hindeuten könnte. RTFM.

Die einzelnen Elemente unseres Wasserkonzeptes bestehen aus:

Die Pumpe

Die Pumpe, eine Membranpumpe SHURflo LS4144 12V mit davorgeschaltetem Grobfilter,  um ebenjene nicht zu beschädigen, falls doch mal kleine Steinchen im Wasserkanister sein sollten. Beides haben wir bei Fa Prevent gekauft.

Der Wasserfilter

Der Wasserfilter, oder besser die Wasserfilter. Denn wir haben uns nach langer Überlegung und Einholung von Ratschlägen für Wasserfilter, bestehend aus dem Gehäuse*, drei 10″ Behälter, welches mit Grobfilter*, Aktivkohlefilter* und Keramikfilter* bestückt werden, entschieden.Ja, es gibt Filtersysteme, die sogar 0,15 Mikron herausfiltern, doch sind die 0,3 Mikron, die unser jetzt verbauter Keramikfilter herausfiltert auch schon recht gut. Die meisten Bakterien weisen eine größe von 1-10 Mikrometer (=Mikron) auf, was deutlich über unserer Filtergröße liegt. Viren wiederum haben eine Größe von etwa 0,02 – 0,2 Mikrometer und werden von keinem System so wirklich zuverlässig herausgefiltert.Also haben wir auch noch den Kostenfaktor einfließen lassen. Unser jetziges System kostet incl. aller Folgekosten nur ein Bruchteil von Wasseraufbereitungsanlagen namhafter Hersteller.

Der Druckminderer

Der Druckminderer*. Unser Boiler ist für einen maximalen Betriebsdruch von 3 bar ausgelegt. Fa. Elgena riet jedoch dazu, max. 2 bar Druck anzulegen. Da für uns nicht abschätzbar war, wieviel Druckverlust wir durch den Wasserfilter haben werden, entschieden wir uns für unsere Pumpe mit 3 bar um den Druck schließlich wieder herunterzuregeln.
Auf dem Druckminderer ist deutlich ein Pfeil für die Durchflussrichtung des Wassers angegeben. Und wenn man ihn denn auch noch richtig herum einbaut, dann funktioniert er auch tadellos. Wenn man ihn, wie ich am Anfang, falsch herum einbaut, ist man fast am Verzweifeln, weil er nicht das tut, was er soll, nämlich druckmindern. Bis Lyggie irgendwann auf des Rätsels Lösung kam. Danach war dann alles gut.

Der Boiler

Beim Boiler hatten wir lange hin- und herüberlegt, für welches Konzept wir uns entscheiden sollen. Manche binden die Motorkühlwasserwärme mit ein, manche bauen einen Wärmetauscher an den Holzofen. Manche betreiben den Boiler mit Gas oder Diesel. Das alles schien uns zu viele Nachteile zu beinhalten. Wenn wir mehrere Tage an einem Ort stehen sollten, wollen wir ja nicht erst den Motor anmachen, um warmes Wasser zu bekommen. Ebenso verhält es sich beim Ofenwärmetauscher. Auch bei 30 Grad braucht man mal warmes Wasser und möchte nicht unbedingt vorher einheizen. Und wenn man lange irgendwo steht – und das spricht gegen das Gas- bzw. Dieselkonzept – ist irgendwann der Tank, bzw. die Gasflasche leer.Also haben wir uns überlegt, dass wir auf Strom setzen werden. Wir haben 550W obendrauf und eine 200 AH LiFePo4-Batterie an Bord, das sollte hoffentlich reichen.Ein Elektroboiler sollte es also sein. Einer, der mit 12V / 200W und mit 230V / 660W betrieben werden kann. 200W zum halten der Temperatur und 660W über Wechselrichter zum schnelleren Aufheizen z.B. nach dem Duschen.Es wurde ein Elgena Nautic Therm Typ EE, der beide Stromanschlussmöglichkeiten bietet.

Hier die Typenschilder

  • Wir haben den Nautic Therm EE in der 10-Liter-Ausführung nach fundierter Beratung direkt bei Fa. Elgena geordert und sogar noch einen Messepreis erhalten können. Die Praxis sollte dann zeigen, ob das Zusammenspiel Strom – warmes Wasser klappen wird.

Haltbarmachung des Wassers


Manchmal hört man Stimmen, die andeuten, dass wir total übertrieben handeln. Doch wir sind lieber auf „der sicheren Seite“, denn ein verkorkster Magen wegen schlechten Trinkwassers ist bestimmt nicht so toll.

Darum kommt in unsere Wasserkanister auch Micropur Classic hinein, welches ja dann beim Wasserverbrauch wieder im Wasserfilter ausgefiltert wird. Zum Abwiegen benutzen wir unsere günstige Feinwaage, in den 20-Liter-Kanister kommen 0,2 g, in den 30-Liter-Kanister kommen 0,3 g Micropur hinein. Das heisst, eine 100g-Dose-Micropur reicht wir für etwa 10.000 Liter, oder 333 Kanisterfüllungen a 30 Liter.


 

Erfahrungen nach fast einem Vierteljahr.


Strom ist knapp. Gerade um die Wintersonnenwende herum, wenn die Sonne sehr tief steht, ist man froh um jedes Amperchen, welches reinpurzelt.

Wir betreiben hauptsächlich unseren Kühl-/Gefrierkombination und unsere Laptops, sowie die Akkus von Kameras und Leuchten mit Strom. Da geht schon eine Menge Strom bei drauf. Und da wir nicht auf stromversorgten Plätzen, sonder mitten in der Botanik stehen, können wir Strom auch nur über die Solaranlage und gegebenenfalls fahrend über das Batterieladegerät beziehen. Hier möchte ich gerne auf unsere Reihe zum Strom verweisen, wo wir unsere Stromanlage im Einzelnen vorstellen.

Nun ja – wir müssen es ehrlich zugeben, in den Wochen mit wenig Sonnenlichteinfall und der damit verbundenen geringen Stromleistung haben wir unseren Boiler nicht betrieben. Vielleicht wären wir strommäßig hingekommen, jedoch fehlten uns die Erfahrungswerte. Und da haben wir lieber auf das warme Wasser verzichtet. An Tagen mit vollem Sonnenschein, so ab Mitte Januar konnten wir den Boiler nutzen (und ihn aber wieder abschalten, wenn mehrere Tage schlechtes Wetter avisiert war). Und im Sommer wird es überhaupt kein Problem geben.

 

Stay tuned…

*Auf dieser Seite befinden sich Affiliate-Partnerlinks zu Amazon und/oder Ebay. Wenn Du diesen Link für Deine Einkäufe nutzt, zahlst Du hierdurch nicht mehr, jedoch bekommen wir dann eine kleine Provision, die uns ein paar Kilometer weiterbringen wird. Wir sagen an dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top