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Sonnenbrand In Portugal

Sonnenbrand in Portugal

Sonnenbrand in Portugal

Irgendwas ist doch immer. Da sitzt man am 21. Februar völlig nichtsahnend an einem Stausee in Portugal herum.

Man hat sich die Sonnenstühle herausgeholt und genießt die Wärme und die Sonne und dann …. völlig überraschend stellt man am Abend fest, dass die Gesichtshaut irgendwie ein wenig zu spannen scheint. Ein Sonnenbrand hat sich angekündigt.

Ist schon irgendwie krass. Dieses Land ist klimatisch echt besser dran, als Good Old Germany. Wir haben hier zur Zeit Tagestemperaturen um die 16 Grad – und ich meine hier nicht 16 Grad Fahrenheit. In der Sonne noch viel mehr. Heute zum Beispiel mussten wir mehrfach in den Schatten ausweichen, da es in der Sonne zu heiß war.

Gut. Im Schatten zog es ein wenig, so dass wir dort auch bald wieder geflüchtet sind. Aber zumindest konnten wir uns ein wenig abkühlen.

Unsere Luna hat hier am Stausee ihre Liebe fürs Wasser wieder völlig ausleben können und tobt und badet, wie eine Wasserfee herum.

Mit von der Partie ist meist ihre Freundin Emily, die ein Wohnmobil weiter wohnt und mit der sie sich jeden Tag trifft und herumtollt.

Die beiden genießen, genauso wie ihre Menschen die ruhige Zeit am Stausee meist fernab von anderen Campern, denn nur wenige verirren sich hierhin.

Luna hat besonderes Interesse an Emmis Ohr gefunden und kaut ihr im wahrsten Sinne des Wortes täglich ein Ohr ab. Und Emmi ist so gutmütig und lässt es mit sich geschehen. Gut, ab und an zeigt sie Luna auch mal, wo Norden ist, doch meist lässt sie Luni in ihrem noch sehr kindlichen Spiel- und Animiertrieb gewähren.

Portugal ist irgendwie ein besonderes Land.

Man überlege nur mal, wann man in Deutschland das letzte Mal einen Storch in natura gesehen hat.

Vor einigen Jahren waren wir in einem kleinen Städtchen und dort befand sich auf einem hohen Schornstein ein Storchennest mit einem Storch drin, der sich sehr sehr lange nicht bewegt hat. Deshalb hatten wir schon gemutmaßt, dass es sich ja um eine Attrappe handeln müsse, was dem dann aber doch nicht so war.

Hier in Portugal haben wir schon hunderte Störche gesehen, die hier überwintern.

In einigen Bereichen befindet sich auf jedem Strommast ein Storchennest. Unglaublich.

Allerdings leidet auch dieses Land. Zwar nicht unter der norddeutschen Kälte, jedoch unter extremer Wasserknappheit. Sämtliche Stauseen, die Wasserreservoirs für Mensch und Tier und Natur sind nahezu leer.


Pego do Altar


Bereits beim letzten Stausee, dem Pego do Altar, war der Wasserstand extrem niedrig.

Hier ist sogar eine Brücke, die jahrelang vom Wasser verschlungen gewesen war, wieder „aus den Fluten“ auferstanden.

Dennoch war der Uferbereich recht matschig und nur die verkrustete Oberfläche war trocken. Deshalb fahren sich auch immer wieder mutige Geländespezialisten hier fest. Siehe auch unseren Blogeintrag hierzu.

Der Bereich des Stausees jedoch ist wunderschön und lädt zur Erholung geradezu ein.

Allerdings zogen wir dann auch weiter.

Es wurden nämlich eines Tages und zusätzlich noch direkt vor unserer Haustür zwei Versorgungszelte aufgeschlagen. So richtig mit Tischdecke und Gläsern. Denn es wurden zunächst die plötzlich aufgetauchten Vermessungsmenschen und tagsdarauf auch Soldaten. die mit schwerem Gerät angerückt waren, hier versorgt. Sie werden den Stausee in den nächsten 5 Monaten ausbaggern, vermutlich, damit die einzelnen wasserführenden Stellen zusammenfließen können und man das Wasser des Stausees dadurch wieder nutzen kann.

Und nun schließt sich so langsam der Kreis und wir sind wieder beim heutigen Sonnenbrand in Portugal angekommen, den ich jetzt erst einmal pflegen muss.

stay tuned… es bleibt spannend.

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