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Anscheinsdefekt

Anscheinsdefekt

Vielen ist der Begriff der Anscheinsgefahr geläufig. Da geht man an einer Wohnungstür vorbei und darin ruft eine Frau um Hilfe. Was macht man? Klar der Frau helfen…. wenn sie denn nicht im Fernsehen um Hilfe gerufen hätte. Eine klassische Anscheinsgefahr also. Wir beschreiben hier allerdings einen klassischen Anscheinsdefekt.

Ebenso verhielt es sich um unserer Rückfahrkamera. Doch dazu muss ich ein wenig weiter ausholen. „Auf den letzten Drücker“ habe ich noch eine „Schaltzentrale“ im Führerhaus gebaut, welche einige Schalter und Co, beheimatet

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Sie sieht echt stylisch aus und fügt sich problemlos ins historische Innenleben des Führerhauses. Aufnahmen für 12 V, USB, Rückfahrscheinwerfer und Raketenwerfer (roter Schalter) sind vorhanden. Die Stromzufuhr erfolgt über einen Schalter in einer Schalterleiste im Aufbau.

Und während wir so am Samstag nichtsahnend vor uns hinfuhren und dabei die Rückfahrkamera laufen hatten, schaltete selbige sich plötzlich ab.

Was macht man also? Als erstes ärgert man sich und entwirft horrorvolle Szenarien, was man alles machen muss, um wieder eine neue Rückfahrkamera einzubauen.

Als nächstes geht man vermeintlich analytisch an die Sache heran und sagt sich: „Finde den Fehler“. Also, da gibt es so eine kleine Sicherung im Kabelverlauf der Rückfahrkamera, die wird bestimmt kaputt sein. Selbstverständlich ist diese Sicherung nicht leicht zugänglich und ziemlich sicher im Schaltkasten versteckt. Also Navi abbauen, Akkuschrauber und passendes Bit suchen, Schaltkasten aufschrauben, die Sicherung nicht aus dem Sicherungshalter herausbekommen, Zange im Werkzeugkoffer suchen, Sicherung herausziehen, Meßgerät suchen, Sicherung durchmessen, frustriert feststellen, dass die Sicherung nicht defekt ist, was auf eine nun tatsächlich defekte Kamera schließen lässt. Und dann kommt man irgendwann auf die Idee, zu schauen, ob überhaupt Strom im Schaltkasten vorhanden ist, wovon man ja ausgegangen war. Natürlich war der Strom aus irgendeinem Grund nicht mehr eingeschaltet, wahrscheinlich war ein Kissen während der Fahrt gegen den Schalter gekommen.

Also ziemlich ereichtert und voller neuer Erkenntnisse und Vorsätze alles wieder zusammengebaut und sich gefreut.

Das war unser Anscheinsdefekt.


Unsere erste Reiseetappe führte uns ja zu Freunden in Wetzlar, wo wir auch die erste Nacht im Fienchen verbrachten. Vielen Dank für die uns erwiesene Gastfreundschaft! Und als wir am nächsten Morgen herausschauten, war alles weiß.

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Also ging es trotz des Schnees weiter nach Erpolzheim, wo Luni ihre Mama wiedersehen konnte. Was für eine Aufregung. Danach entschieden wir uns kurzfristig, nicht, wie bislang angedacht, die Route über Freiburg zu nehmen, da wir da noch mehr Schnee erwarteten, sondern entschlossen uns, bei Saarbrücken nach Frankreich einzufahren, wo wir dann auch unsere zweite Nacht auf einem kleinen Parkplatz verbringen konnten.

Heute dann haben wir Google Maps unsere Routenplanung anvertraut und als Ziel Biarritz und als Optionen „Maut vermeiden“ eingegeben. Bislang hat das ziemlich gut geklappt. Mittlerweile sind wir südlich von Paris, gerade durch Troyen durchgefahren und haben schon viele Kilometer hinter uns bringen können. Auch zwei ziemlich frostige Nächte haben wir schon gehabt und gemerkt, dass wir uns an das Leben im Fienchen erst gewöhnen müssen. Alle Handgriffe müssen erst koordinert und choreografiert werden, doch das wird sich einspielen.

Aber da jetzt Nebel aufgezogen ist und das Fahren sehr anstrengend wurde, entschlossen wir uns, in einem kleinen Örtchen ein dunkles Plätzchen zu suchen, um hier zu übernachten.

Dann wurde ich heute total super bekocht, wobei wir auch gleich den Herd einweihen konnten. Und morgen gehts dann weiter auf unserer Reise. Momentan ist es einfach noch sehr stressig, zu groß ist das Bedürfnis, diese elendige Kälte bald zu verlassen. Darum gönnen wir uns momentan noch nicht so viel Ruhe. Aber das kommt noch. Wenn es denn mal irgendwann wärmer werden wird 🙂

Stay tuned.

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