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Abenteuer Führerschein – Teil 2 – Theoretisch Gut

Abenteuer Führerschein – Teil 2 – Theoretisch gut

Beitragsserien: Abenteuer Führerschein

Theoretisch gut. So kann man die Lernsoftware durchaus beschreiben. Wenn sie denn nicht so nervig wäre.


Die alten Fragen um die Vorfahrt


Toll, wenn Führerscheinneulinge theoretisch vor Vorfahrtsituationen gestellt werden und diese dann beantworten müssen. Ob der gelbe Traktor von rechts kommend Vorfahrt vor der von links kommenden Straßenbahn hat, oder ob vielleicht sogar wir selbst fahren dürfen, ist in der Praxis schon entscheidend. Wie gesagt, für Führerscheinneulinge.

Doch wer, wie wir, schon viele Jahrzehnte ein Fahrzeug hierhin bald, bald dorthin nicht nur haben fahren dürfen, sondern dieses auch getan haben, dem sind hierdurch die Verkehrsregeln in Fleisch und Blut übergegangen. Und so sollte man uns Nicht-Führerschein-Neulinge doch nicht sooooo lange mit diesen Grundfragen nerven.

Und das soooo lange meine ich ernst. Viele 100, wahrscheinlich an die 1000 Fragen, die sich immer wiederholen, schläfern ein. Denn man kann die Antworten schon im Schlaf geben. Und das ist der Punkt, an dem es nervig wird. Denn die Fahrschule verlangt nach eigenen Aussagen, dass alle Module (auch die endlosen Wiederholungen) erledigt werden müssen, bevor man zur Prüfung zugelassen wird.


Zusatzfragen für Führerschein C


Diese Fragen kommen viel zu kurz. Denn da gibt es doch so einiges, was es zu lernen und zu bedenken gibt. Und was neu ist.

Nicht dass wir das allermeiste davon später wissen müssen. Denn wie in der Schule, ist das Meiste davon auch hier völlig unnötiger Ballast. Zumindest für uns. Ich muss nicht unbedingt wissen, welche Genehmigung ich benötige, wenn ich gewerblich Möbeltransporte nach Luxemburg durchführen will. Ich muss auch nicht wissen, welche Transportpapiere ein Unternehmer  vorlegen muss, wenn ich für ihn Gefahrgüter transportiere. Das wird er schon selbst wissen. Und ich muss auch nicht wissen, wer für die technische Kontrolle des EG-Kontrollgerätes zuständig ist und sie durchführen darf. Denn das interessiert mich überhaupt nicht, da ich nicht vorhabe, jemals ein EG-Kontrollgerät benutzen zu müssen.

Trotzdem muss ich dieses lernen, denn es könnte ja sein, dass……

Alles Blödsinn.

Aber eben diese Zusatzfragen kommen viel zu spärlich in der Lernsoftware vor. Die, die es gilt zu lernen. Klasse gelöst.


Prüfungssimulation


Zumindest bietet die Software die Möglichkeit, die Prüfung zu simulieren.

Wir werden jetzt diese Prüfungssimulation  mehrere Male erledigen und dann bei der Fahrschule versuchen, zu erreichen, dass wir den anderen Blödsinn nicht mehr machen müssen. Mal sehen, ob wir Erfolg haben werden.

 


Anmeldung zur theoretischen Prüfung


Früher war alles besser einfacher. Da ist man einfach zu einem Zeitpunkt seiner Wahl zum TÜV gefahren, hat seinen Obolus entrichtet, bekam seine Prüfbogen ausgehändigt, setzte sich in einen großen Raum und gab den Prüfbogen ab, wenn man fertig war. Dieser wurde dann gleich vor Ort korrigiert und man bekam das Ergebnis ausgehändigt : Prüfung bestanden.

Heute ist alles etwas …. administrativer geworden.

Zunächst einmal ruft man bei der Fahrschule an, damit man beim TÜV angemeldet wird. Nur um gesagt zu bekommen, dass man – siehe oben – noch nicht alle der vielen tausend sich wiederholenden Fragen in der Lernsoftware bearbeitet hat. WTF. Darum muss man in der Fahrschule eine VORPRÜFUNG machen. Wie lächerlich ist das denn? Da macht man 10 Mal diese Prüfung online und muss trotzdem nochmal eine Vorprüfung machen.

Wir also hin zur Fahrschule, die Tablets in Empfang nehmen, auf denen die Prüfung simuliert wird und die Vorprüfung erledigen. Beide mit Null Fehlerpunkten. Sag ich doch!  (Hoffentlich bleibt das bei der eigentlichen Prüfung auch so, ihr wisst schon Generalprobe und so….)

Daraufhin meldet uns der nette Koordinator der Fahrschule in einem Onlinezugang beim TÜV zur Prüfung an. Da die nächsten Tage alle Termine in Hannover, Hildesheim und Hameln belegt sind, müssen wir uns noch gedulden.


Die theoretische Prüfung


Heute ist es nun soweit und wir fahren zeitgerecht nach Hannover hinein, um dort beim TÜV ein paar virtuelle Kreuzchen in einem PC-Programm zu setzen. Wir sind sicher, dass wir das auch recht sinnvoll hinbekommen.

Vor der eigentlichen Prüfung ist allerdings erst einmal die Anmeldung an einer Art Rezeption vorgeschaltet. Danach warten wir gemeinsam mit anderen Personen vor dem eigentlichen Prüfungsraum und heben den Altersdurchschnitt der Wartenden erheblich. Denn alle anderen machen – wie es scheint – ihre Klasse B mit 18 Jahren.

Wir nicht. Haben wir schon. Sogar die Klasse C1E.

Nun können wir im Gänsemarsch in den eigentlichen Prüfungsraum hineingehen und werden dort von einem äußerst unfreundlichen (na ja, zumindest zu einigen anderen, bei uns traute er sich wohl nicht, unfreundlich zu sein) Menschen in TÜV-Kleidung empfangen. Er erklärt in knappen aber sehr deutlichen Worten, dass eigentlich alles andere verboten ist, als vor seinem Bildschirm die entsprechenden Kreuzchen zu machen.

Gib einem Deutschen Macht und er wird sie missbrauchen.

Na ja, jedenfalls lösen wir nun unsere Prüfungsaufgaben und erhalten im Anschluss einen Beleg, der die bestandene Prüfung attestiert. Natürlich beglückwünschen wir uns gegenseitig, haben allerdings mit keinem anderen Ergebnis gerechnet.

Stay tuned…. es bleibt spannend.

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